Nuklearmedizinische Schmerztherapie


Prinzip
Tumorleiden stehen neben Erkrankungen des Herzkreislaufsystems an erster Stelle. Hierzu gehören primär der Brusttumor bei der Frau und der Prostata-Krebs beim Mann. Bei ca. 80% dieser Tumoren entstehen Metastasen im Knochensystem. Sie sind vielfältig und verursachen in der Mehrzahl der Fälle chronische Schmerzen. Eine Besserung der Schmerzen lässt sich neben einer medikamentösen Therapie auch durch eine gezielte perkutane Strahlentherapie erreichen. Bei Patienten mit mehreren Schmerzherden aufgrund vieler einzelner knöcherner Herde bietet die Nuklearmedizin als Alternative eine Therapie mit Radionukliden. Dafür stehen heute vor allem Strontium- 89 und neuere Radiopharmaka wie Samarium-153-EDTMP u. Rhenium -186-HEDP im Vordergrund. Vor Durchführung der Therapie muß eine Skelettszintigraphie zum Nachweis der Metastasenspeicherung und eine Blutbildkontrolle durchgeführt werden. Es muß ferner eruiert werden, ob die Schmerzen durch durch die Knochenmetastasen bedingt sind. Inzwischen ist eine ambulante Therapie mittels venöser Injektion einer definierten Radioaktivitätsmenge von Rhenium und Samarium möglich, was eine erhebliche Vereinfachung für den Patienten bedeutet.
Im Anschluß an die Therapie sollten regelmäßige Blutbildkontrollen in ca. 2-wöchigem Abstand erfolgen. Bei ca. 70% der Patienten besteht eine Linderung die innerhalb einer Woche nach Applikation einsetzt und bis zu vier Monate anhält, in Einzelfällen auch deutlich länger. Da die Therapie relativ teuer ist, muß vorher im Rahmen einer Einzelfallentscheidung eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse eingeholt werden.
Vorbereitung
1. Aktuelles Skelettszintigramm
2. eine vorangegangene Chemo- oder Strahlentherapie sollte mindestens 6 Wochen zurückliegen.
3. Aktuelles Blutbild.
4. Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
Terminvereinbarung
Wenn alle o.g. Parameter vorliegen, sollte ein Termin für die Spritze mit unserer Praxis vereinbart werden.



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